Zuchtring

Ein Zuchtring dient dazu, den Zuchtstand zu vereinheitlichen und zu verbessern. Ziel ist auch, die Gesamtpopulation zu vergrößern und die Rasse in Reinzucht zu erhalten.

Ein Zuchtring besteht idealerweise aus mindestens zehn Zuchten. Züchter*in 1 gibt dabei Bruteier (oder einen Hahn) an Züchter*in 2 weiter, Züchter*in 2 gibt Bruteier (oder einen Hahn) an Züchter*in 3 weiter, Züchter*in 3 verschickt Bruteier (oder einen Hahn) an Züchter*in 4 usw. Die Ringpartner*innen bleiben, sofern keine weiteren Züchter*innen hinzukommen oder ausscheiden, über Jahre stabil. Die genetischen Anlagen der Zuchttiere wandern aber durch den Ring, wodurch sich die genetische Vielfalt erhöht und gleichzeitig das Erscheinungsbild (Phänotyp) vereinheitlicht und die Leistung verbessert.

Wichtig ist, dass die Zuchttiere Jahr für Jahr sorgsam ausgewählt werden. Hierfür sollten nicht nur das Erscheinungsbild berücksichtigt werden, sondern auch Leistungswerte wie Eigewicht, Legefrequenz und Frohwüchsigkeit der Tiere.

Wir haben einen Bewertungsbogen entwickelt, der die systematische Beurteilung der Zuchttiere ermöglicht. Zusätzlich organisiert der Sonderverein Zuchtring-Treffen, bei denen die Zuchttiere für die Ringzucht besprochen werden.

Was sind die Vorteile eines Zuchtrings?

  • Die genetische Vielfalt nimmt innerhalb der Population zu, da weniger Inzucht stattfindet. Inzucht-Depressionen können auch bei kleiner Population vermieden werden.
  • Bei systematischer Selektion der Zuchttiere verbessert sich der Zuchtstand der Population binnen weniger Generationen.
  • In einem gut geführten Zuchtring ist es nicht nötig, fremde Rassen einzukreuzen, um „frisches Blut“ in die Linien zu bekommen. Die Rasse bleibt in Reinzucht erhalten.

Was sind Nachteile eines Zuchtrings?

  • In den ersten zwei bis drei Jahren kann es zu starken Schwankungen des Zuchterfolgs kommen. Deshalb sollten Züchter*innen, die auf Ausstellungen ihre Tiere präsentieren wollen, besser nur mit einem Stamm am Zuchtring teilnehmen und Hähne aus dem Zuchtring erst in den anderen Stämmen einsetzen, wenn sie sich in der Zucht bewährt haben.
  • Auswahl der Zuchttiere, Erfassung der Leistungsdaten und Versand von Bruteiern an die Ringzuchtpartnerin bzw. den Ringzuchtpartner bedeuten einen etwas höheren Aufwand, der sich aber definitiv lohnt.

Die Organisation des Zuchtrings übernimmt Heiko Kleyböcker. Er ist erreichbar unter

Burgstr. 3a, 29342 Wienhausen OT Nordburg
Telefon 05082-2193280 oder
E-Mail heiko.kleyboecker@sv-andalusier.de.

Es ist wichtig, dass sich möglichst viele Mitglieder des Sondervereins am Zuchtring beteiligen. Interessierte melden sich bitte bei Heiko Kleyböcker.

Für Fragen rund um den Zuchtring steht er  gerne zur Verfügung.